Ausstellung Günther C. Kirchberger - Bilder, Texte und Computer


Text-Bild-Integration von Kirchberger und Döhl, Mischtechnik auf Papier, 1882, 70 x 50 cm

Künstliche Intelligenz, ChatGPT, Algorithmen, die Kunstwerke erschaffen – unsere Welt verändert sich gerade in rasantem Tempo! Dabei ist die Verbindung von Kunst und Computer schon über 60 Jahre alt, und kaum jemand weiß, dass diese Idee eng mit der Stuttgarter Avantgardeszene der frühen 1960er Jahre verbunden ist, genauer mit dem Kreis um den Philosophen und visionären Zeichentheoretiker Max Bense.

Mitten in diesem Zeitumfeld, in dem sich Bildende Kunst, experimentelle Literatur und die frühe Computerkunst auf historisch einzigartige Weise berührt haben, hat sich damals auch Günther C. Kirchberger bewegt und er hat dabei Werke geschaffen, die über klassische Gattungsgrenzen hinausgehen.

Die von Stephan Geiger kuratierte Ausstellung spürt erstmals dieser sehr spannenden Verbindung nach. Sie deckt die dahinterstehenden Ideen auf und ermöglicht es, nicht nur das Werk von Kirchberger, sondern auch die damaligen Umbrüche besser zu verstehen. So werden erstmals eine Serie der „Text-Bild-Integrationen“ gezeigt, die Kirchberger zusammen mit dem Literaten Reinhard Döhl geschaffen hat und auch das weitere Umfeld von Max Bense (Frieder Nake, Ian Hamilton Finlay, Dieter Roth und Emmett Williams) wird mit Blättern aus der „futura“-Edition von Hansjörg Mayer in einem eigenen Raum dokumentiert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog als Heft 5 im Rahmen der Schriftenreihe des Archivs Günther C. Kirchberger.


Abbildung vom Begleitheft

Ausstellung geöffnet von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen, 13 - 17 Uhr, Eintritt frei

Link zur Publikation (pdf)